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Mit einem Neujahrskonzert feierte Cantamus-Berlin seinen fünften Geburtstag. Der Chor hatte ein "best-of"-Konzert gegeben, in dem noch einmal die Hits der zurückliegenden Konzerte vorgetragen wurden. Auf dem Programm standen alte französische und englische Madrigale, Lieder aus der Romantik sowie kleine, feine Stücke, die der eine oder andere schon einmal irgendwo gesungen und lieb gewonnen hat.
Im Anschluß wurde wieder Gelegenheit gegeben, in geselliger Runde mit den Sängern ins Gespräch zu kommen.

Cantamus-Berlin - Der Chor hatte ein "best-of"-Konzert gegeben, in dem noch einmal die Hits der zurückliegenden Konzerte vorgetragen wurden. Auf dem Programm standen alte französische und englische Madrigale, Lieder aus der Romantik sowie kleine, feine Stücke, der der eine oder andere schon einmal irgendwo gesungen und lieb gewonnen hat.


Die Berliner Stadtmusikanten

Es war einmal vor etwas mehr als 5 Jahren ein Chor in der großen Stadt Berlin mit dem stolzen Namen „Amadeus-Chor“.
Eines Abends, als wieder einmal eine Probe stattfinden sollte, da trat der stolze Ober-Amadeus vor seine Getreuen hin und sprach:“Ihr seid nicht artig gewesen! Ihr kommt manchmal nicht pünktlich zur Probe, und manchmal kommt ihr gar überhaupt nicht – mit euch kann ich nicht länger zusammenarbeiten!“ Sprach’s und verließ sie zur selben Stunde.

Da saß nun ein zerknirschtes und verstörtes Häuflein von verlassenen Chorsängern und hätte sich wohl in alle Winde zerstreut. Aber Holger, der tapfere Recke, stand auf und sprach:“Er will uns zum alten Eisen werfen – wir sind aber ein Chor und wollen weiterhin Berliner Stadtmusikanten sein! Etwas besseres als den Tod finden wir überall – lasst uns losziehen und einen anderen Chorleiter finden!“ Er fand etwa 7 Aufrechte, die mit ihm gingen – und siehe da, es kam Laura des Weges, die bereit war, mit den 7 Aufrechten einen neuen Anfang zu wagen. Einige weitere Sänger gesellten sich zu ihnen und man gab sich den schönen Namen „Cantamus“, was da heißt: „Wir singen“.

Es gab einige schöne Konzerte, aber dann wurde Laura in die Provinz gerufen, um die Orgel zu spielen und ungefähr 3 oder 4 Kirchenchöre zu betreuen und somit ständig unterwegs zu sein. So kam es, dass ihr nach 2 ½ Jahren mit den Cantamus-Sängern die wöchentliche weite Reise von Wusterhausen an der Dosse in die Hauptstadt Berlin doch zu beschwerlich wurde, und sie sprach:“Kinder, ich muss euch leider verlassen – tut nach eurem Wunsch: löst euch auf oder sucht euch eine neue Leitung, ich kann mich um euch nicht länger kümmern“.

Und wieder saß da ein zerknirschtes verlassenes Häuflein von Berliner Stadtmusikanten und hätte sich wohl in alle Winde zerstreut, wäre nicht diesmal Doro, die tapfere Maid, aufgestanden und hätte gesagt:“Wir sind inzwischen ein netter Freundeskreis geworden – aber wenn wir uns nicht jede Woche zum Singen treffen, so werden wir uns vielleicht doch nie mehr wiedersehen. Etwas besseres als den Tod finden wir überall - lasst uns also losziehen und einen neuen Chorleiter finden!“ Und sie kamen überein, noch einmal einen neuen Leiter zu suchen – und siehe da, es kam Matthias des Weges, der bereit war, mit den „Cantamus“-Sängern einen neuen Anfang zu wagen. Er brachte denn auch gleich noch ein paar Getreue mit, und so führte er die Berliner Stadtmusikanten in den nächsten 2 ½ Jahren in manches musikalische Dickicht und auch wieder heraus.

Nun also feiert „Cantamus“ heute seinen 5. Geburtstag, und die Sänger sind froh, dass sie sich jetzt gerade keinen neuen Chorleiter suchen müssen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann singen sie auch heute.


Cornelia Vennebusch-Mengelkamp



Frühling: 16.03.07, 16.00 Uhr
Frühling: 17.03.06, 16.00 Uhr
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